Kunst-Expertin Dr. Beate Reifenscheid erklärt das Bild für BILD “Sternblume”

Von Dr. Beate Reifenscheid*

“Sternblume” – so hat Heinz Mack sein Kunstwerk genannt, dass er für die BILD-Leser geschaffen hat.

Allein schon in dem Wort “Sternblume” hört man den Klang der Poesie, verschmelzen sich doch vor dem geistigen Auge sogleich das Kosmische und das Irdische: Der Glanz und das Funkeln der Sterne am Firmament bei Nacht und das Florale, das in der Blume seine schönste Ausprägung entfaltet.

Heinz Mack liebt solche Wortspiele und auf sehr sinnliche Art verbindet er im Wort bereits, was ihn in seiner Kunst zeitlebens beschäftigt: Das Licht und die Farben, die Dualität zwischen dem Geistigen und dem Irdischen. In Licht und Farbe sind die Grenzen dabei manchmal verschoben, oder zumindest ineinander aufgehoben.

Wenngleich Heinz Mack in seiner Kunst immer abstrakt bleibt und die Anlehnungen an Architektur, Natur oder den Kosmos rein assoziativ entstehen, lässt er den Menschen nicht außen vor. Er selbst sagt: “Je älter ich werde, desto besser begreife ich, wie nicht die Kunst das wunderbare ist, sondern der Mensch als Teil der Natur.” Weiterlesen…

Heinz Mack Sternblume 2011 Aktuelles

Atelier-Besuch beim Künstler Heinz Mack

BILD
Mittwoch, 22. Februar 2012, 00:18 Uhr

Von Willem A. Tell

“Kunst soll nicht für eine elitäre Minderheit da sein, sondern für Jedermann.” Professor Heinz Mack (80)

Morgen blüht den BILD-Lesern eine “Sternblume”, geschaffen von Heinz Mack, einem der bedeutendsten Künstler der Gegenwart. Ein Kunstwerk, eine ganze Zeitungsseite groß – Macks “Bild für BILD”.

BILD besuchte den Künstler, der mit Otto Piene und Günther Uecker die ZERO-Kunst erfand, auf seinem Huppertzhof (10 000 qm) in Mönchengladbach. Mack trägt einen Kittel wie ein Anstreicher: “Ich fühle mich wie ein guter Handwerker. Ich arbeite ja auch mit der Hand. Für mich stehen das Atelier und die Werkstatt auf einer Stufe.” Weiterlesen…

Auf Heinz Mack's Händen finden sich die Spuren seiner Arbeit

Die Entstehung des Kunstwerks Sternblume 2011 von Heinz Mack

Zu Besuch bei Heinz Mack auf dem Huppertz Hof in Mönchengladbach, 05.03.2011.

Feierliche Wiedereröffnung der Heinz Mack Kapelle im Collegium Marianum, Neuss

Neuss (NGZ). Der Patronatstag 8. Dezember ist zugleich auch der Tag, an dem die Kapelle am Marianum wiedereröffnet wird. Bis dahin hat der Künstler Heinz Mack seine Arbeit im Innern des Gebäudes vollendet.

Fast ist es vollbracht – das Gesamtkunstwerk des Mönchengladbacher Künstlers Heinz Mack, das aus der Kapelle am Marianum einen weiteren kulturellen Anziehungspunkt in Neuss macht. Vor zwei Jahren hatte sich ein Freundes- und Förderkreis für die Mack-Kapelle gegründet, um erstens die Komplettierung des Kunstwerks zu ermöglichen, und zweitens die Kapelle wieder für die Bürger zugänglich zu machen. Beides ist jetzt so gut wie erreicht, und am Patronatstag, am 8. Dezember, soll die Kapelle wiedereröffnet werden.

In diversen Begehungen der Kapelle hat Mack immer wieder Ideen entwickelt, was er noch machen könnte. “Da ist er noch längst nicht am Ende”, sagt der Vorsitzende des Fördervereins, Heinz Sahnen, schmunzelnd, aber zunächst einmal habe man sich auf auf zwei Dinge geeinigt: Mack hat einen Kreuzweg geschaffen und zwölf bleiverglaste Fenster für den Kreuzgang entworfen. Abgerundet wird die Erneuerung der Kapelle durch eine kunstvolle Farbgebung des Eingangsbereichs, dessen Wände mit einer sehr anspruchsvollen Wickeltechnik gestaltet werden sollen. Weiterlesen…

Interview mit Christo

Von Willem Tell

Morgen erhalten Sie, liebe Leser, ein Bild von BILD! Es ist ein Werk von Christo (76), einem der bekanntesten Künstler der Welt. Aber wer ist der Mann, zu dessen Reichstags-Verhüllung 1995 fünf Millionen Menschen pilgerten? BILD besuchte ihn in seinem New Yorker Atelier. Ein Gespräch über Kunst, Kritik und Knoblauch.

Christo öffnet die Tür. Seine abgewetzte Jeans hat ein Loch am Knie. Die Manschetten seines Hemdes werden locker von Bindfäden gehalten. Das weiße Haar ist leicht durcheinander. Und man riecht: Christo ist ein Knoblauch-Fan.

Christo: „Ich pelle mir jeden Morgen einige frische Knoblauchzehen, zerdrücke sie in Naturjoghurt. Dazu esse ich eine Banane. Dieses Frühstück hält jung und gesund.“ Wie zum Beweis nimmt er locker die Stufen zum Galerie-Zimmer im 2. Stock. Weiterlesen…